Stationsmesse in Santo Stefano Rotondo

Freitag, 22. März 2013

 

Es ist eine uralte römische Tradition, in der Fastenzeit täglich in einer bestimmten Kirche die sogenannte Stationsmesse zu feiern. Am Freitag der 5. Fastenwoche findet dieser Gottesdienst in Santo Stefano Rotondo statt. Eine Besonderheit der Stationsmessen ist, dass sich die Gemeinde im hinteren Teil der Kirche versammelt und dann gemeinsam mit den Zelebranten einzieht. Dazu wird die Allerheiligenlitanei gesungen. In diesem Jahr stand unser Präfekt Hrvoje Damiš der Eucharistiefeier vor. In seiner Predigt erinnerte er an die letzte Generalaudienz von Papst Benedikt XVI., der eindringlich darauf hinwies, dass die Kirche nicht nur aus Steinen besteht, sondern dass es die vielen unterschiedlichen Menschen sind, die miteinander Christus nachfolgen und so die Kirche in ihrer Vielfalt lebendig halten.

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Sieben-Kirchen-Wallfahrt

Sonntag, 17.März 2013
 

Am 5. Fastensonntag machte sich die Kollegsgemeinschaft auf den Weg der Sieben-Kirchen-Wallfahrt. Für viele Studenten des Hauses ist diese Tradition liebgewordener Bestandteil ihrer Vorbereitung auf das Osterfest geworden. So versammelten wir uns pünktlich um 06.30 Uhr in der Kollegskirche, um gemeinsam aufzubrechen. Wir freuen uns sehr, dass sich auch der Ökumenische Gesprächskreis und einige weitere Gäste der Wallfahrt angeschlossen haben.

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In San Lorenzo, der zweiten der sieben Stationen, haben wir gemeinsam die Hl. Messe gefeiert. Ihr stand Präfekt Andreas Spöttl vor, der gemeinsam mit seiner Spiritualitätsgruppe die inhaltliche Vorbereitung der Wallfahrt übernommen hatte. Ausgestattet mit Impulsen für jede Kirche, machten wir uns anschließend – gestärkt durch die Eucharistiefeier und ein Frühstück – auf den Weg zu den nächsten Stationen. Zu unserer Freude hatten wir großes Glück mit dem Wetter und blieben von Regen und Hitze verschont.

 

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Dass die Sieben-Kirchen-Wallfahrt in diesem Jahr mit dem ersten Angelusgebet des neugewählten Papstes Franziskus zusammenfiel, steigerte natürlich die Motivation, pünktlich um 12 Uhr am Petersplatz anzukommen, um gemeinsam mit dem neuen Papst und vielen tausend Pilgern den „Engel des Herrn“ zu beten.

 

Visitation durch P. Delegat

Mittwoch, 20. März 2013

 

 

Der Delegat von P. Adolfo Nicolàs, dem General der Gesellschaft Jesu, besuchte das Kolleg vom 18. bis 20. März im Rahmen seiner jährlichen Visitation. Zum ersten Mal durften wir P. Severin Leitner SJ in seiner neuen Funktion als Delegat zur Visitation begrüßen. Zum Abschluss feierten wir gemeinsam die Hl. Messe, die von unserer Band musikalisch gestaltet wurde. Beim anschließenden feierlichen Abendessen gab die ungarische Rekreation ein heiteres Lied aus ihrer Heimat zum Besten. P. Delegat bedankte sich bei den Jesuiten, den Schwestern, unseren Mitarbeitern und der gesamten Hausgemeinschaft für ihr Wirken im gesamten Jahr und überbrache zudem Grüße von P. General.

 

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Statistik 2013/14

Am Beginn dieses Studienjahres gehören zur Kollegsgemeinschaft 68 Personen; 59 Studenten, 6 Jesuiten und 3 Schwestern. Dazu kommen 11 Studenten im Pastoraljahr.

Diese insgesamt 70 Studenten stammen aus 45 Diözesen in 12 verschiedenen Ländern. Von denen im Kolleg stammen 16 aus Deutschland. Zur ungarischen Gruppe gehören 18, davon kommen 9 aus Ungarn, 7 aus Siebenbürgen und 2 aus Serbien. Zur kroatischen Gruppe gehören 15, davon 10 aus Kroatien, 4 aus Bosnien-Herzegowina und 1 aus Serbien. 4 kommen aus Österreich, 2 aus Slowenien, jeweils einer aus Luxemburg, aus Norwegen, aus Polen (Schlesien) und aus der Schweiz.

51 studieren an der Gregoriana, 8 an sechs anderen kirchlichen Hochschulen. 39 studieren im „primo ciclo“ Theologie, 20 in Aufbaustudien, davon 15 im „secondo ciclo“ und 5 als Doktoranden. 3 der Alumnen im Kolleg sind Diakone, 15 sind Priester.

Diakonen- und Priesterweihe

Wie jedes Jahr war auch heuer der 10. Oktober für die Kollegsgemeinschaft ein besonderer Tag. Vier unserer Mitbrüder wurden zu Diakonen, drei zu Priestern geweiht.

Viele Gäste - Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte unserer Weihekandidaten - sind nach Rom gereist, um mit unseren Weihekandidaten zu feiern. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche St. Ignazio ermutigte Dr. Konrad Zdarsa, der Bischof von Augsburg, die Weihekandidaten, bei den Menschen zu sein und ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden, bevor er sie durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen bzw. Priestern weihte.

Im Anschluss an die feierliche Liturgie wurde im Kolleg beim Festmahl der große Tag unserer Neupriester bzw. unserer neuen Diakone ausgiebig gefeiert. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Fratres Maiores gekommen sind, um ihre Priesterjubiläen im Kolleg zu feiern.

 

Zu Diakonen wurden geweiht:

Bakó László (Bistum Temesvár)

Bodor Attila (Erzbistum Alba Iulia)

Benedikt Kickum (Erzbistum Paderborn)

Christioph Weiss (Bistum St. Pölten)

 

Zu Priestern wurden geweiht:

Albert Lüken (Bistum Münster)

Raphael Steber (Bistum Augsburg)

Dominik Urban (Erzbistum Bamberg)

 

Außerdem wurden während des Jahres in ihrer Heimat zu Priestern geweiht:

Till Hünermund (Bistum Fulda)

Halász Péter (Bistum Vác)

Törö András (Bistum Debrecen-Nyíregyháza)

 

Zu Diakonen wurden in ihrer Heimat geweiht:

Kovács György (Bistum Vác)

Branko Horvat (Bistum Varaždin)

Anders Hamberg (Bistum Helsinki)

 

Allen Neugeweihten wünschen wir ein segensreiches Wirken in ihrem neuen Dienst!

 

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Eindrücke vom San Pastore Fest

Wie jedes Jahr feiert die Kollegsgemeinschaft mit zahlreichen Gästen aus Gallicano am 3. Oktober das Fest des Hl. Pastor. Zu diesem Anlass konnten wir auch in diesem Jahr den Bischof von Palestrina, Domenico Sigalini, zur Eucharistiefeier und zum anschließenden Fest, begrüßen.

Hier einige Impressionen

 

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13 Neugermaniker

Die Kollegsgemeinschaft freut sich in diesem Jahr über besonders bunten "Zuwachs".

Unsere Neugermaniker setzen sich zusammen aus zwei Studenten aus Deutschland, zwei aus Serbien, zwei aus Slowenien sowie je einem aus Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Polen, Österreich, Rumänien und Ungarn. Bereits Mitte August kamen sie in Rom an, um in einem Intensivkurs die italienische Sprache zu lernen und die Gegend um Rom zu erkunden. Natürlich gehört es auch zur Neugermanikerzeit, sich gegenseitig kennenzulernen.

Wir wünschen den Neugermanikern einen guten Start ihrer Studien in Rom und hoffen, dass sie unsere Gemeinschaft mit ihrer Vielfältigkeit bereichern!

 

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Sommerserenade

Samstag, 18. Mai 2013

 

Nach einer kurzen Schrecksekunde am Nachmittag, als dunkle Wolken aufzogen und es zu tröpfeln begann, konnte die diesjährige Sommerserenade in unserem Innenhof bei klarem Himmel über die Bühne gehen. Die neuen Akademiepräsidenten Jonas Klur (D) und Philipp Supper (A), die an diesem Abend ihren Einstand feierten, haben ein buntes Programm zusammengestellt, das zahlreiche Gäste anlockte. Gesänge, Instrumentalstücke, Gedichte und vieles mehr spiegelten die kulturelle Vielfalt und musikalischen Begabungen wider, die unser Kolleg zu bieten hat. Besonders freute uns, dass sich auch unsere Freunde und Nachbarn aus dem Armenischen Kolleg am Programm beteiligten. Der zweite Teil des Abends wurde wie gewohnt von unserer Band gestaltet, die wieder für gute Stimmung sorgte.

 

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Impressionen von Ostern

Wie jedes Jahr feierte die Kollegsgemeinschaft die Osterliturgie in der Kirche Sant'Ignazio.

Wir freuen uns, dass viele Pilger mit uns gemeinsam das Triduum Sacrum gefeiert haben.

Am Ostersonntag durfte der Chor des CGU im Rahmen der Osterfeierlichkeiten mit dem Papst am Petersplatz singen.

 

Hier ein paar Impressionen

Gründonnerstag

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Karfreitag

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Osternacht

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Ostersonntag

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Vergelt's Gott Papst Benedikt!

 

In einer der letzten Generalaudienzen mit Papst Benedikt XVI hatte anschließend P. Rektor in der Audienzhalle des Vatikan die Gelegenheit noch persönlich mit dem Papst zu sprechen. Der Heilige Vater interessierte sich für die heutige Zusammensetzung der Studentenkommunität im Kolleg. Er war diesem bereits in früheren Jahren als Erzbischof von München-Freising und als Präfekt der Glaubenskongregation verbunden gewesen, sei es durch Vorträge oder bei Priesterweihen. Der Papst teilte P. Rektor mit, dass er dem Kolleg – wie bereits vor einigen Monaten einmal geschehen – noch einmal ein paar theologische Bücher für dessen Bibliothek zukommen lassen werde. Diese Bücher kamen dann auch bereits ein paar Tage später im Kolleg an „da ich weder die Zeit noch die Kraft habe, die Aufmerksamkeit den Büchern zu widmen, die ihnen zukommen würde.“

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Den Studenten und Jesuitenpatres im Germanicum-Hungaricum ließ der Heilige Vater herzliche Segenswünsche ausrichten. Der durch P. Rektor vorgebrachte Wunsch nach einer Papst-Audienz mit Benedikt XVI für das ganze Kolleg in 2013 kann nun nicht mehr in Erfüllung gehen. Aber die Kollegsgemeinschaft des Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum dankt dem Heiligen Vater von ganzem Herzen für sein segensreiches Pontifikat, für die tiefen geistlichen Texte, für alle Sorge um die Priester und das ganze Volk Gottes. Vergelt’s Gott, Papst Benedikt!

Besuch des Präsidiums des ZdK im Kolleg

Freitag, 8. Februar 2013

Von Donnerstag bis Samstag war das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Rom. Neben Gesprächen mit verschiedenen Vertretern der Kurie, stattete die Gruppe auch uns im Collegium Germanicum et Hungaricum einen kurzen Besuch ab.

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In herzlicher Atmosphäre fand eine interessante Begegnung zwischen Studenten des Hauses und den Laien-Vertretern aus Deutschland statt. Die Suche nach Perspektiven der Zusammenarbeit von Laien und Priestern angesichts von Personalmangel und Strukturreformen, genauso wie die Frage nach Faktoren, die eine Berufung ermöglichen, wurden thematisiert. Der offene Austausch ermöglichte zudem einen Blick in das Zusammenleben im Kolleg als einem "europäischen Haus" und natürlich auch in die gesellschaftliche und kirchliche Realität der verschiedenen Heimatländer.

Mit der Ermutigung, als (zukünftige) Priester offen auf die Menschen von heute zu zu gehen und ein Zuhörer und Ansprechpartner für die verschiedensten Probleme in den Gemeinden zu werden, verabschiedete sich das Präsidium des ZdK.

Ökumenische Vesper im Kolleg

Sonntag, 13. Januar 2013

Am Sonntagabend versammelte sich in der Kollegskirche eine bunte Schar Christen aus den verschiedenen deutschsprachigen Gemeinden Roms. Neben der Hausgemeinschaft waren auch von der evangelischen Christuskirche und von der katholischen Santa Maria dell'Anima Besucher gekommen, um gemeinsam im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen eine Vesper zu feiern. Die Predigt - nach traditioneller Reihenfolge dieses Mal gehalten vom Rektor der Anima, Franz Xaver Brandmayr - stellte im Bezug auf den Lesungstext aus dem Buch Micha die Frage, was wir denn nun für die Einheit der Christen tun könnten. Letztlich werden es nicht unsere Opfer sein, mit denen wir die Ökumenische Bewegung zum Ziel bringen, so der Prediger, sondern Gott wird es sein, der uns gemeinsam zur Einheit führt.

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Ein Dank geht an den Chor der Christuskirche und den Kollegschor, die wieder gemeinsam die Vesper mitgestaltet haben. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Refektorium endete dieses geschwisterliche Treffen in lockerer Atmosphäre.

Giornata Ungherese

Sonntag, 13. Januar 2013

Schon die Messe am Sonntagmorgen eröffnet mit vielen ungarischen Liedern, gefeiert vom ungarischen Spiritual P. Patsch SJ den "ungarischen Tag".

Danach gab ein interessanter Vortrag über die Dorfkirchen und besonders ihre Fresken im Szeklerland (Kovacs György) mit vielen wunderbaren Bildern Einblick in die ungarische Kultur, den Heiligenkult und die Baukunst im Mittelalter. Ein zweiter Vortrag, über deutschsprachige Minoritäten, vor allem die Donauschwaben, zeigte die engen Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn (Berecz Tibor). Bravourös wurde zum Schluss ein Lied der Donauschwaben vorgetragen, dessen Melodie man auch in einigen Regionen Deutschlands kennt.

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Der anschließende Aperitif - mit ungarischen Köstlichkeiten, Musik und Bildern - ließ das leckere Mittagessen schon vorausahnen: Ein wunderbares Gulasch mit Spätzle war uns von den drei Köchinnen des ungarischen Instituts, dessen Bewohner heute auch unsere Gäste waren, zubereitet worden. Nach einem kräftigen Applaus endete das Mittagessen dann mit leckeren Palatschinken.

Vielen Dank an die ungarische Rekreation und alle, die diesen schönen Vormittag für die ganze Hausgemeinschaft des Collegium Germanicum et Hungaricum gestaltet haben.

Adventskonzert

15. und 16. Dezember 2012

Nach vielen Wochen der Vorbereitung war es am dritten Adventswochenende endlich soweit: am Samstag- und am Sonntagabend fand im Kolleg das Adventskonzert statt. Der Chor unter Leitung von Bernard Mallmann eröffnete das adventliche Programm mit dem Stück "Oh Heiland, reiß die Himmel auf". Nachdem P. Rektor bereits in der Eröffnung die Vielfalt des Kollegs aufgrund der unterschiedlichen Herkunft seiner Bewohner erwähnt hatte, folgte ein bunter Reigen verschiedenster Gesänge aus den liturgischen und volkstümlichen Traditionen zur Advents- und Weihnachtszeit.

Zu den fünf Chorstücken kamen Lieder aus Kroatien und Ungarn, vorgetragen von der kroatischen bzw. ungarischen Rekreation. Die liturgische Tradition brachten vor allem die Kollegsschola und die griechische Schola, unterstützt durch zwei Studenten aus dem griechischen Kolleg, zu Gehör. Kleinere Gruppen von Studenten trugen das ukrainische Weihnachtslied "Добий вечір тобі" (Branko Horvat, Martin Reichert, Ivan Tišljar), das ambrosianische "Veni Redemptor Gentium" mit Saxophonimprovisation (Rafael Steber) und die Stücke "Natus est nobis" von J. Handl, "Alma Redemptoris Mater" von G.P. da Palestrina und "Wer nur den lieben Gott lässt walten" von J.S. Bach/C. Waßner (György Kovács, Bernard Mallmann, Manuel Müller, Thomas Stahlberger) vor. Die Kollegsband (Hrvoje Damiš, Peter Hohler, Martin Krizmanić, Raphael Steber, Nikola Tomašević) verstärkt durch Dario Valle CPPS ergänzte dieses bunte und reiche Programm um drei modernere Weihnachtslieder.

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Besuch von P. General im Kolleg

5. Dezember 2012

Am Mittwoch, 5. Dezember, besuchte uns P. General Adolfo Nicolás Pachón SJ. In seinem Vortrag sprach er zur Bischofssynode über die Neuevangelisierung. Ausgehend vom schwierigen Begriff der Neuevangelisierung berichtete P. General, dass zunächst die eigentliche Problemstellung der Synode unklar gewesen sei. Die aus der ganzen Weltkirche versammelten Bischöfe kamen ja aus ganz unterschiedlichen Missions-Kontexten. Aus seiner eigenen Erfahrung in Japan schöpfend, erklärte uns P. General, dass das entscheidende Moment der Mission das "wie" der Verkündigung sei, nicht das "was". Wichtig sei, wie uns Ignatius sagt, "Gott in allen Dingen zu sehen." So habe Gottes Werk in der Verbreitung seines Evangeliums immer auch einen "surprise factor". Positiv bewertete P. General deshalb gerade den Austausch, der zwischen den Bischöfen stattgefunden habe. So sei vielen klar geworden, dass vor allem "der Geschmack des Glaubens" vermittelt werden muss und dass das Evangelium als etwas verkündet werden muss, das das Leben jedes einzelnen bereichert.

In der anschließenden Messe predigte P. General zum Evangelium von der Brotvermehrung. Jesus, so seine Auslegung, sei aufmerksam auf die Not der Menschen gewesen und habe in einfachen Worten und Zeichen gewirkt. An ihm müssten wir uns bei aller Verkündigung des Evangeliums ein Beispiel nehmen. Die anschließende Cena Festiva schloss den Abend, musikalisch gerahmt durch die kroatische Schola.

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Admissionen und Beauftragungen im Kolleg

24. und 25. November 2012

Am Christkönigs-Sonntag fand in Rom nicht nur das Konsistorium statt, sondern auch bei uns im Kolleg wurde gefeiert: Walter Kardinal Kasper nahm die Admissionen und Beauftragungen zu Lektorat und Akolythat in feierlichen Gottesdiensten am Samstagabend und Sonntagmorgen vor.

In der ersten Vesper wurden unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe aufgenommen:

  • Josip Cule (Bistum Mostar-Duvno)
  • Ilija Dogan (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Antun Faltak (Bistum Bjelovar-Križevci)
  • Peter Hohler (Bistum Rottenburg-Stuttgart)
  • Jonas Klur (Erzbistum Paderborn)
  • Kovács, György (Bistum Vác)
  • Martin Krizmanic (Erzbistum Zagreb)
  • Manuel Müller (Bistum Augsburg)
  • Michael Opara (Bistum Mainz)

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Am Sonntagmorgen wurden in der Messe folgende Mitbrüder zu Lektoren beauftragt:

  • Cule, Josip (Bistum Mostar-Duvno)
  • Dogan, Ilija (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Faltak, Antun (Bistum Bjelovar-Križevci)
  • Peter Hohler (Bistum Rottenburg-Stuttgart)
  • Martin Krizmanic (Erzbistum Zagreb)

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Das Akolythat übertrug der Kardinal ebenfalls am Sonntagmorgen an:

  • Anders K. Hamberg (Bistum Helsinki)
  • Branko Horvat (Bistum Varaždin)
  • Jonas Klur (Erzbistum Paderborn)
  • Manuel Müller (Bistum Augsburg)
  • Michael Opara (Bistum Mainz)
  • Nicola Tomaševic (Bistum Varaždin)
  • Christoph Weiss (Bistum St. Pölten)
  • Tomislav Zubac (Bistum Mostar-Duvno)

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In seiner interessanten Predigt zum Lesungstext der ersten Vesper aus dem Epheserbrief fragte Kardinal Kasper, was es heißt, in den Dienst des universalen Herrschers Christus aufgenommen zu werden. Er forderte die Admittendi auf, in ihrer Vorbereitung auf die Weihe die geistliche Rüstung anzulegen, erinnerte aber zugleich daran, dass denen, die Christus nachfolgen, "ein schönes Los" zugefallen ist. Am Sonntagmorgen sprach Kardinal Kasper ausgehend vom Verhör vor Pilatus im Johannesevangelium über die Frage nach der Wahrheit. Die neuen Lektoren und Akolythen rief er auf, durch ihren Dienst Zeugnis abzulegen für den "Urmärtyrer" Christus.

Messe in Sant'Appolinare zum Gedenken an die Verstorbenen des Kollegs

Freitag, 2. November 2012

Der Allerseelentag war für uns Anlass, die Kommunitätsmesse in Sant'Appolinare zu feiern. Das Collegium Germanicum et Hungaricum war für über 200 Jahre im 16. bis 18. Jahrhundert dort untergebracht und nutzte die Kirche auch als Bestattungsort für verstorbene Seminaristen und Patres. Die Kollegsgemeinschaft gedachte in der Messe der großen Zahl ihrer Mitbrüder, die bereits vom Herrn nach Hause gerufen worden sind. 

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In seiner Predigt betonte P. Rektor, dass uns der Tod nicht zu einer bloßen Tatsache verkommen dürfe, die wir theologisch leicht wegerklärten. Schließlich beten wir in jeder Messe "Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir!" Gefordert seien Sensibilität und ein bewusster Umgang mit dem Sterben, im Hintergrund sicher immer getragen von der festen Hoffnung auf die Auferstehung.

Messe im byzantinischen Ritus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Einige unserer Mitbrüder im Collegium Germanicum et Hungaricum gehören zur griechisch-katholischen Kirche. Am Mittwoch fand deshalb in unserer Kollegskirche eine Messe im byzantinischen Ritus statt. Zelebriert wurde die Göttliche Liturgie vom Rektor des Griechischen Kollegs, Archimandrit Nin Manel (Mönch vom Kloster auf dem Montserrat), der uns auch in den Ablauf der Chrysostsomos-Liturgie einführte. Ein herzlicher Dank sei ihm und dem Chor des griechischen Kollegs, der die liturgischen Gesänge, die für uns in einem ausführlichen Textheft übersetzt worden waren, ganz hervorragend gesungen hat.

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Statistik 2012/13

In diesem Studienjahr gehören zur Kollegsgemeinschaft 68 Personen; 59 Studenten, 6 Jesuiten und 3 Schwestern. Dazu kommen 12 Studenten im Pastoraljahr. Diese insgesamt 71 Studenten stammen aus 44 Diözesen in 11 verschiedenen Ländern.

Von denen im Kolleg stammen 21 aus Deutschland, 8 aus Ungarn - sowie zur ungarischen Gruppe gehörend 3 aus Siebenbürgen und 2 aus Serbien. Zur kroatischen Gruppe gehören 17, davon 12 aus Kroatien und 5 aus Bosnien-Herzegowina. Dazu kommen 4 aus Österreich, jeweils einer aus Finnland, aus Litauen, aus Schweden und aus der Schweiz.

Neuer ungarischer Spiritual

Seit diesem Sommer haben wir im Kolleg - neben P. Christoph Kentrup SJ aus Deutschland - wieder einen ungarischen Spiritual. P. Ferenc Patsch SJ, der schon einmal, von 2003 bis 2007 als Spiritual vor allem unsere ungarischsprachigen Studenten betreute, ist nun wieder als Spiritual in unser Haus und als Dozent an die Gregoriana zurückgekehrt.

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Er ist 1969 geboren und wurde 1994 zum Priester geweiht, danach hat er in Rom Philosophie studiert. Er trat im Jahr 2000 in die Gesellschaft Jesu ein. Im Anschluss an das Noviziat hat er das Promotionsstudium in Theologie absolviert und begonnen philosophische und theologische Fächer sowohl in Budapest (Ungarn) als auch in Nairobi (Kenia) zu lehren. 2012 wurde er von seinen Oberen nach Rom geschickt um dort als Dozent an der Päpstlichen Universität Gregoriana und im Jesuitenteam des Collegium Germanicum et Hungaricum zu wirken.

Die ganze Kollegsgemeinschaft freut sich über den neuen ungarischen Spiritual und heißt P. Patsch herzlich willkommen. Wir wünschen P. Patsch eine gute Zeit in Rom und Gottes Segen für seine Arbeit.

Priesterweihe in Sant'Ignazio

Mittwoch,10. Oktober 2012

Am 10. Oktober 2012 weihte S.E. Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Päfekt der Glaubenskongregation, durch Handauflegung und Gebet zwei unserer Mitbrüder zum Diakon und zwei unserer Mitbrüder zum Priester.

unsere neuen Diakone:

  • Halász Peter, Diözese Vác
  • Törő, András, Diözese Debrecen-Nyíregyháza

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unsere Neupriester:

  • Bernard Mallmann, Bistum Regensburg
  • Moritz Schönauer, Erzbistum Wien

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Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, seit Juli Präfekt der Glaubenskongregation, hat seine Zusage, die Priester- und Diakonenweihe vorzunehmen trotz der neuen Aufgabe nicht zurückgezogen.

In der feierlichen Liturgie, die wieder der Chor der Alten Kapelle zu Regensburg mit der Missa Papae Marcelli musikalisch rahmte, predigte Erzbischof Müller darüber, was es heißt, am Dienst des guten Hirtens teilzuhaben: es geht darum, vom "Mitleid Jesu mit den Menschen erfasst [zu] werden: nicht von oben herab, sondern so, wie Jesus ‎Mensch geworden ist und unser Leben geteilt hat, mit uns war: in einer brüderlichen Weise den ‎Menschen nahe [zu] sein."

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Beim Weihepranzo platzte der Speisesaal beinahe aus allen Nähten. Nicht nur sind in diesem Jahr besonders viele Fratres Maiores, die an diesem Tag ihr 10-, 20-, 25-, 40-, und sogar 50-jähriges Jubiläum feiern angereist, sondern aufgrund der Weltbischofssynode zur Neuevangelisierung, die dieser Tage stattfindet, besuchten uns auch über ein Dutzend Bischöfe.

 

Während am 11. Oktober Papst Benedikt auf dem Petersplatz in einer feierlichen Messe der Konzilseröffnung vor 50 Jahren gedenkt und zugleich das Jahr des Glaubens eröffnet, feiern unsere Neugeweihten Moritz Schönauer (Erzbistum Wien) und Bernard Mallmann (Bistum Regensburg) ihre erste Heilige Messe in den Kirchen Natività di nostro Signore Gesù Christo und Sant'Antonio dei Porthoghesi.

 

Bereits im Laufe des Jahres sind in ihren Heimatdiözesen zehn weitere Germaniker-Hungariker zu Priestern geweiht worden:

  • Czapkó Mihaly (Erzbistum Eger)
  • Pär-Anders Feltenheim (Bistum Stockholm)
  • Hurgoi János (Erzbistum Gyulafehérvár)
  • Tomislav Kasić (Erzbistum Zagreb)
  • László István (Erzbistum Gyulafehérvár)
  • Mario Lešić (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Pero Miličevic (Bistum Mostar-Duvno)
  • Thomas Stahlberger (Erzbistum Freiburg)
  • Tomanek Ferenc (Bistum Kaposvár)
  • Sebastian Wetter (Bistum St. Gallen)
 

19 Neugermaniker!

Bereits Mitte August trafen hier in Rom die 19 neuen Studenten unseres Kollegs ein und lernten in San Pastore Italienisch. Einige der "Neuen" hatten schon zuvor, im Juli, einen Deutschkurs in Frankfurt besucht  und studierten so in diesem Sommer gleich zwei neue Sprachen. Gemeinsam mit ihren Duktoren erkundeten sie an den Wochenende die Gegend um Rom und erlebten so auch das Land und seine Bewohner.

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Die Kollegsgemeinschaft freut sich, fünf neue Studenten aus Deutschland, vier aus Kroatien, drei aus Bosnien-Herzegovina und drei aus Ungarn, zwei Österreicher und je einen Studenten aus Serbien und Rumänien begrüßen zu dürfen und wünscht den Neugermanikern einen erfolgreichen Start ins Studium hier in Rom.

 

San Pastore-Fest

3. Oktober 2012

Unser Landgut nahe Gallicano trägt den Namen des Heiligen Pastor, dessen Reliquien auch in der dortigen Kapelle verehrt werden. Sein Fest liegt - wie das des Ordensgründers Ignatius von Loyola - in den Sommerferien. Nachträglich feierte deshalb die ganze Hausgemeinschaft in unserem Landhaus diese beiden für unser Kolleg wichtigen Heiligen am 3. Oktober. So endeten die Exerzitien, die seit der Mentorella-Wallfahrt in San Pastore stattfanden, mit einem feierlichen Gottesdienst, dem dieses Jahr wieder Bischof Domenico Sigalini von Palestrina vorstand. In seiner Predigt wendete er die Frage Jesu an seine Jünger, für wen ihn die Menschen hielten, auf uns an: Auch wir stellen uns gegenseitig oft diese Frage: "Wer bin ich für dich?" Unsere Frage nach der eigenen Identität ist von Jesus her zu beantworten: in seiner Nachfolge erkennen wir uns wieder und erkennen wir ihn als den Messias.

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Zum anschließenden Festpranzo, bei dem der traditionelle erste Chorauftritt des Jahres die Gäste erfreute, wurden die Neugermaniker, die Rückkehrer aus dem Pastoraljahr und auch der neue Delegat des Jesuitengenerals für das Kolleg, P. Severin Leitner SJ, herzlich begrüßt.

Start des Studienjahres mit der Mentorella-Wallfahrt

26. September 2012

Zum Neubeginn des Studienjahres versammelt sich die Hausgemeinschaft des Collegium Germanicum et Hungaricum traditionell am 26. September in aller Frühe und macht sich von Poli aus zu Fuß auf den Weg zum Marienwallfahrtsort Mentorella. So auch in diesem Jahr. Und obwohl die umliegenden Gipfel beim Aufstieg wolkenverhüllt waren, blieben wir auf unserer Wallfahrt von größeren Regenschauern verschont. In seiner traditionellen "Bergpredigt" erinnerte P. Spiritual Kentrup SJ an die vielen Menschen, die uns in Gedanken begleiten. Ganz bewusst trugen wir diese Gebetsgemeinschaft auf der Pilgerschaft zur Jungfrau von der Mentorella mit.

P. Rektor Lautenbacher SJ nahm in seiner Predigt Bezug auf das Marien-Heiligtum und ging dazu vor allem vom VIII. Kapitel der Kirchenkonstitution Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils aus. Das Ja Marias zu Gottes Wort ist Vorbild für die ganze Kirche und für unsere Hausgemeinschaft Einladung zur Nachfolge.

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Herzlich begrüßt die ganze Kollegsgemeinschaft P. Patsch SJ, der schon einmal, von 2003 bis 2007 ungarischer Spiritual im Kolleg gewesen war und diese Aufgabe nun ein zweites Mal übernimmt. Gemeinsam mit P. Spiritual Kentrup SJ leitete er bereits die an diesem Tag beginnenden Exerzitien für die Neugermaniker. Ihm wünschen wir für Sein Leben und Wirken im Kolleg alles Gute!

Kollegs-Ausflug

5. Mai 2012

Am Samstag, dem 5. Mai, war der traditionelle Ausflug des Kollegs. Nachdem der Bus endlich - mit 15 Minuten Verspätung - vom Kolleg aus gestartet war und schon die Richtung nach Norden eingeschlagen hatte, erfuhr die gespannte Kollegsgemeinschaft von den beiden "Reiseleitern" Jonas Klur und Nikola Tomašcević das Reiseziel: Die erste Station sollte Orvieto werden. Dort feierten wir in der sogenannten Corporals-Kapelle, die die Reliquie des eucharistischen Wunders von Bolsena beherbergt, die Heilige Messe.

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Anschließend blieb Zeit für eine Stadtbesichtigung. Nach dem "pranzo al sacco" brachte uns der Bus noch weiter nach Norden zur Abbazia Santa Maria dell’Oliveto Maggiore. Die Fahrtzeit nutzen wir für einen gemeinsamen Rosenkranz und eine kleine Siesta. In der Abtei angekommen, besichtigten wir die Klosterkirche und den Kreuzgang, der mit einem beindruckenden Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Benedikt geschmückt ist.

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Die südliche Toskana - in der wir ja mittlerweile unterwegs waren - ist unter anderem bekannt für ihre kulinarischen Genüsse. Dazu gehört auch der "Brunello", ein schwerer Rotwein, der noch heute im Holzfass ausgebaut wird. Bei einer Weinprobe in einer Kellerei in Montalcino konnten wir auch selbst den "Brunello" verkosten. Der Pfarrer des Dorfes San Quirico d'Orcia, das an der Via Francigena liegt, hatte bei der Vorbereitung des Ausflugs geholfen. Nachdem er uns bereits zur Weinkellerei geführt hatte, zeigte er uns nun noch seine Pfarrei, besonders die schönen romanischen Kirchen.

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Zum Schluss des Tages durfte natürlich ein ausgiebiges Abendessen nicht fehlen. Mit Gitarre und Gesang verkürzt war dann die Busfahrt zurück ins nächtliche Rom ein lustiger Abschluss dieses schönen Ausflugs.

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Dialog mit Alois Glück und Stefan Vesper vom ZdK

23.4.2012

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), und Stefan Vesper, General-sekretär, weilen dieser Tage zu Gesprächen in Rom. Auf Einladung von P. Rektor konnten wir bei einer Austauschrunde die beiden Vertreter des Laiengremiums kennen lernen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung kam das Gespräch recht schnell auf die aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft. Alois Glück beschrieb die Krisenerfahrung nicht nur in der Kirche, sondern beispielsweise in der Wirtschaft und stellte die katholische Soziallehre als Antwort vor, die auch vom ZdK an verschiedenen Stellen eingebracht werde. Im Blick auf die innerkirchlichen Debatten verwies er darauf, dass der Ausgangspunkt aller Überlegungen für notwendige Reformen in der Kirche der Sendungsauftrag Christi sei. Ein ergebnisoffener Dialog verhelfe nicht nur zur notwendigen gegenseitigen Information, sondern vor allem auch zur Rückgewinnung verlorenen Vertrauens.

Sicher war auch unsere Gesprächsrunde in diesem Sinne ein kleiner Beitrag zum Dialogprozess, bot sich doch hier die Möglichkeit, verantwortete, engagierte und vor allem im Glauben wurzelnde Positionen kennen zu lernen.

Nach dem Blick von unserer Dachterrasse über das "Ewige Rom" endete diese Mut machende Begegnung, bevor Alois Glück und Stefan Vesper zum nächsten Termin aufbrachen.

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Kar- und Ostergottesdienste

Auch in diesem Jahr haben wir das Triduum Paschale in der Kirche Sant'Ignazio gefeiert.

Einer der Höhepunkte war sicher in diesem Jahr die von Chor und Vorsängern des Kollegs vorgetragene Passion am Karfreitag.

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Pilger aus Deutschland, die an den Gottesdiensten teilgenommen haben. Am Ostersonntag sang unser Chor - dieses Jahr bei gutem Wetter - auf dem Petersplatz einige Osterlieder und feierte dann mit dem Heiligen Vater das Osterhochamt feiern.

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Sieben-Kirchen-Wallfahrt "Weggefährten"

11.3.2012

In einem Romführer heißt es:

„Die Siebenkirchenwallfahrt ist in unzähligen Pilgerberichten beschrieben und es gibt Stiche zur Geographie Roms, auf denen nur diese Hauptwallfahrtskirchen und die Obelisken dargestellt werden. Die Siebenkirchenwallfahrt stammt aus der Spätantike.
Zahlreiche Inschriften weisen den Weg, der in St. Peter beginnt und vorbei an St. Paul vor den Mauern, S. Sebastiano an der Via Appia, der Lateransbasilika, Santa Croce in Gerusalemme und San Lorenzo bis zu S. Maria Maggiore führt. Eine Wiederbelebung fand der fast vergessene Brauch im 16. Jahrhundert durch den römischen Heiligen Philipp Neri. Der inszenierte kurz vor Beginn der Fastenzeit die Siebenkirchenwallfahrt als eine Art spirituellen Karneval. Am Fetten Donnerstag vor Aschermittwoch versammelte er riesige Menschenmengen und führte sie von Kirche zu Kirche. Unterwegs ging es lustig zu, denn dafür war Philipp Neri berühmt. Er organisierte große Pic-Nicks, es wurde gesungen und gewandert, und eben auch gebetet. Und auf diese fröhliche Weise erlangte die Siebenkirchenwallfahrt wieder einen besseren Ruf, denn Philipp Neri zeigte, daß wallfahren mehr als triste Entbehrung ist.“

romatutta

Auch in diesem Jahr war das Kolleg am dritten Fastensonntag wieder auf Sieben-Kirchen-Wallfahrt. Nach dem Pilgersegen kurz nach fünf Uhr in der Frühe ging es - vorbei an den noch geschlossenen Kirchen S. Maria Maggiore und San Lorenzo - zur Kirche Santa Croce, wo eigentlich hätte die Sonntagsmesse gefeiert werden sollen. So standen wir in der aufgehenden Sonne alle gegen sieben Uhr versammelt vor verschlossenen Kirchenportalen, die nicht geöffnet wurden, weil der Custode nicht kam. Eine spontane Programmänderung ließ uns dann den kurzen Weg bis zur nächsten Station gehen, wo wir vor der herrlichen Fassade von San Giovanni in Laterano auch ein stärkendes Frühstück erhielten. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Wallfahrt entlang der römischen Stadtmauer hinaus zu den Katakomben. Der Rosenkranz über den grünen Wiesen der Kalixtus-Katakombe gehörte auch in diesem Jahr zu den schönsten Momenten der Wallfahrt. Von der Kirche San Sebastiano pilgerten wir langsam wieder Stadt-einwärts, zunächst zu San Paolo fuori le mura, dann den Gianicolo hinauf. Kurz vor zwölf waren wir dann am Petersplatz angekommen, wo wir nach einer kurzen Ansprache und dem gemeinsam gebeteten Angelus von Papst Benedikt gegrüßt wurden. Den Stationsgottesdienst, der wie die Wallfahrt unter dem Motto "Weggefährten" stand, feierten wir dann gemeinsam abends in der Kirche des Kollegs, sodass die Wallfahrt einerseits dort endete, wo sie begonnen hatte, andererseits sozusagen zu einer Acht-Kirchen-Wallfahrt geworden war.

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Besuch des Ministerpräsidenten von Niedersachsen David McAllister im Kolleg

8.3.2012

Auf Initiative der beiden niedersächsischen Studenten im Kolleg hat P. Rektor den Ministerpräsidenten David McAllister, der sich zur Unterzeichnung von Verträgen in Rom aufhielt und auch von Papst Benedikt XVI. empfangen wurde, zu einem Besuch ins Kolleg eingeladen. Nach langer Ungewissheit hatte der Botschafter tatsächlich kurzfristig zugesagt, sodass der Ministerpräsident für eine Stunde ins Kolleg kommen konnte. Schon beim Empfang merkte man Herrn McAllister seine Neugier auf das Kolleg an, sodass die historischen Ausführungen von P. Rektor bei ihm auf große Aufmerksamkeit stießen. Nach dem Besuch einiger signifikanter Orte im Kolleg stellten im Gregoriussaal verschiedene Studenten dem Ministerpräsidenten das Kolleg als europäisches Haus vor. Besonderes Interesse erweckte hierbei die Frage, wie sich unser Zusammenleben mit so vielen Nationen gestaltet. Der abschließende Besuch auf der Dachterrasse, der natürlich für den obligatorischen Fototermin genutzt wurde, bot dann noch einmal die Möglichkeit, frei und ungezwungen mit Herrn McAllister ins Gespräch zu kommen. Von diesen Eindrücken begeistert, fuhr der Ministerpräsident anschließend zum Heiligen Vater.

Festmesse in Santo Stefano Rotondo am 26. Dezember

26.12.2011

Am Fest des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers, wurde am Sonntag, den 26. Dezember 2011 um 11:00 Uhr, in der Kirche unseres Kollegs Santo Stefano Rotondo eine Festmesse gefeiert. Hauptzelebrant und Prediger war P. Benedikt Lautenbacher SJ, Rektor des Kollegs und der Kirche.

Kollegs-Theater "Bunbury" von Oscar Wilde

10.12. und 11.12.2011

Die Kommunität des Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum
ludt auch in diesem Jahr herzlich ein zur Theateraufführung. Gezeigt wurde "Bunbury" von Oscar Wilde.

Besuch von P. General Adolfo Nicolás SJ

30.11.2011

Am 30. November besuchte der Generalobere des Jesuitenordens, P. Adolfo Nicolás Pachón SJ, unser Kolleg. In seinem einleitenden Vortrag nahm P. General Bezug auf sein langjähriges pastorales Wirken in Japan und unterstrich dabei die positiven Auswirkungen längerer Aufenthalte in fremden Kulturen für die eigene geistliche und theologische Entwicklung. In seiner Predigt bei der Kommunitätsmesse zeigt er am Beispiel des Tagesheiligen, des Apostels Andreas, und vieler heiliger Missionare in der Geschichte der Kirche auf, dass das Geheimnis eines fruchtbaren priesterlichen Lebens darin besteht, nicht nur einen Teil seines Lebens, sondern sich selbst ganz für den Dienst am Reich Gottes einzusetzen und zu geben.